PatientInnen-Netzwerk NRW

Für starke PatientInnen

Veranstaltungen

… mit Beteiligung des PatientInnen-Netzwerks NRW

2015

Zusammen weitergehen.

Netzwerktagung für Patientenfürsprecher/-innen 2015

Am 06.10.15 fand in Mülheim die zweite landesweite Netzwerktagung für Patientenfürsprecher/-innen statt. Es ging dabei um Erfahrungsaustausch und Vernetzung.

Eine Krankenhausbehandlung hat meist ernste gesundheitliche Gründe und entzieht Patientinnen und Patienten ihrer gewohnten Lebenswelt. Dies betrifft ältere Patientinnen und Patienten in besonderem Maße und erst recht, wenn Sprachbarrieren oder ein anderes kulturelles Verständnis von Gesundheit oder Erkrankung hinzukommen oder auch Angehörige zur Unterstützung im Behandlungsprozess fehlen.

Welche Bedeutung die unterstützende Ansprache und Begleitung insbesondere für ältere Menschen im Krankenhaus und im Anschluss daran haben, war Gegenstand eines Fachvortrags und anschließender Podiumsdiskussion. In den darauf folgenden Workshops wurde Bewährtes aufgegriffen, indem Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprechern ein praktischer und fallbezogener Austausch ermöglicht und damit ein reflektierter und sicherer Umgang mit Patientinnen und Patienten erleichtert wird. Dazu zählen auch der Austausch praktischer Erfahrungen und Ideen und die Kooperation mit anderen. Eine begleitende Poster-Ausstellung stellte gute Beispiele aus den Krankenhäusern vor. Weitere Informationen hier

2014

10 Jahre Patientenbeteiligung in NRW

PatientInnen-Netzwerk blickt auf 10 Jahre Patientenbeteiligung in NRW zurück

Dortmund, 05.11.2014. Formal sind die Möglichkeiten der Patientenbeteiligung in den vergangenen Jahren gewachsen, in der Praxis hakt es jedoch noch, so die Bilanz des PatientInnen-Netzwerkes Nordrhein-Westfalen. „Die rechtlichen Grundlagen sind geschaffen. Nun ist die Landespolitik gefragt, die Voraussetzungen für eine wirksame Umsetzung zu schaffen“, zog Günter Hölling, Sprecher des PatientInnen-Netzwerkes NRW, anlässlich der Fachtagung „10 Jahre Patientenbeteiligung in NRW“ Bilanz. Unterstützt wurde die Tagung des PatientInnen-Netzwerkes vom Sozialverband VdK NRW und dem Paritätischen NRW.

„Wir müssen die Patientinnen und Patienten als Experten in eigener Sache ernst nehmen und ihnen echte Beteiligung ermöglichen“, fordert Hölling. Damit die Erfahrungen und Interessen der Betroffenen im Gesundheitssystem Eingang finden, bedarf es einer angemessenen finanziellen und personellen Ausstattung. An dieser Stelle ist das Land NRW gefordert. Denn Patientenvertreter/-innen agieren ehrenamtlich, sie brauchen einheitliche Unterstützungsstrukturen, regelmäßige Schulungsangebote und Raum zur Vernetzung. Gute Patientenbeteiligung benötigt zudem transparente Strukturen, die zeigen, wer an welchen Stellen im Gesundheitssystem aktiv ist.

Seit Patientenbeteiligung 2004 mit dem Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung erstmals gesetzlich geregelt wurde, sind auch in NRW die Beteiligungsmöglichkeiten gewachsen. Beispiele sind Patientenfürsprecher/-innen in den Krankenhäusern, kommunale Gesundheitskonferenzen oder Patientenbeiräte der Kassenärztlichen Vereinigungen. „Die Grundlagen sind da – nun gilt es, sie auch für die Patientenvertreter/-innen in NRW nutzbar zu machen“, appelliert Hölling an die Landespolitik. „Wir müssen die Expertise der Betroffenen nutzen: Patientenbeteiligung in NRW darf kein Papiertiger bleiben!“

Arbeitsausschuss des PatientInnen-Netzwerks mit dem PatientenbeauftragtenDirk Meyer

Arbeitsausschuss des PatientInnen-Netzwerks mit dem Patientenbeauftragten Dirk Meyer

Grusswort Barbara Steffens

Grusswort Dirk Meyer

Vortrag Dr. Rainer Hess

Seit 10 Jahren gibt es in NRW eine gesetzliche Verankerung der Patientenbeteiligung in verschiedenen Gremien auf kommunaler, Landes- und Bundesebene.

Das PatientInnen-Netzwerk NRW hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen, eine Fachveranstaltung „10 Jahre Patientenbeteiligung in NRW“ am 05. November 2014 in Dortmund durchzuführen.

Auf dieser Veranstaltung wurde eine Zwischenbilanz zur Einführung der Patientenbeteiligung gezogen:

  • Welche Möglichkeiten der Patientenbeteiligung gibt es inzwischen?
  • Welche Erfahrungen machen die Vertreterinnen und Vertreter in und mit der Beteiligung?
  • Wo funktioniert Beteiligung und wo gibt es Verbesserungsbedarf?
  • Wie kann perspektivisch Patientenbeteiligung so unterstützt und weiter entwickelt werden, dass wir zu einer wirklich guten und effektiven Beteiligung kommen?

Herr Dr. Rainer Hess hielt eine Impulsvortrag als ehemaliger unparteiischer Vorsitzender des G-BA und mit Erfahrungen der Licht- und Schattenseiten von Patientenbeteiligung.

Das PatientInnen-Netzwerk stellte auf der Veranstaltung außerdem ein Positionspapier zu „Qualitätsmerkmalen einer guten Patientenbeteiligung“ vor.

Programm „10 Jahre Patientenbeteiligung in NRW“ 05.11.14

Gespräch mit Barbara Steffens

Am 12.06.2014 fand auf dem Gesundheitscampus in Bochum auf Einladung des Patientenbeauftragten NRW Dirk Meyer ein Gespräch mit der Ministerin Barbara Steffens statt. Anlass für den Fachdiskurs war das vom PatientInnen-Netzwerk entwickelte Positionspapier „Merkmale guter Patientenbeteiligung“.

In einer sehr offenen und konstruktiven Gesprächsatmosphäre wurden verschiedene Aspekte von Patientenbeteiligung angesprochen. Barbara Steffens machte deutlich, wie wichtig ihr dieses Thema ist.

Qualitätsmerkmale guter Patientenbeteiligung

Workshop für Patientenfürsprecher/-innen 2014

Gemeinsam mit dem Patientenbeauftragten der Landesregierung NRW, dem gesundheitsladen köln e.V. und der KGNW hat das Landeszentrum für Gesundheit (LZG NRW) zwei Schulungen zur Qualifizierung und Fortbildung von Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern angeboten. Die Workshops fanden am 07.05.2014 in Dortmund und am 08.10.2014 in Köln statt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier

2013

Zusammen Wege gehen. Netzwerktagung für Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher 2013

Mit der Tagung „Zusammen Wege gehen. Netzwerktagung Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher“ am 19. September 2013 will das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG.NRW) im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter Nordrhein-Westfalen und gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen Krankenhausgesellschaft (KGNW) und dem Patientenbeauftragten der nordrhein-westfälischen Landesregierung das Engagement der Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher würdigen, das Potenzial dieses besonderen Ehrenamts für die Patientinnen und Patienten und die Krankenhäuser bewusst machen, Informationen und Hilfestellung bieten und die landesweite Vernetzung unterstützen.

Programm der Netzwerktagung (PDF, 601.89 KB), Dokumentation der Netzwerktagung

AOK Rheinland-Hamburg diskutiert mit Patienten-Vertreter/-innen den „Krankenhaus-Navigator“

Informierte Patienten – gar keine so leichte Aufgabe

Markus Feger, AOK Rheinland-Hamburg; Dr. Susanne Angerhausen, PatientInnen-Netzwerk NRW

Markus Feger, AOK Rheinland-Hamburg; Dr. Susanne Angerhausen, PatientInnen-Netzwerk NRW

Das war eine kleine Premiere: Zum ersten Mal konnte die Koordinatorin des PatientInnen-Netzwerk NRW, Dr. Susanne Angerhausen, mit Frau Schippers und Herrn Feger zwei Vertreter der AOK Rheinland-Hamburg zum besonderen Austausch über die Krankenhaussuche des AOK-Gesundheitsnavigators begrüßen. Schon seit längerem beschäftigt sich das PatientInnen-Netzwerk NRW mit der Frage, was Patientinnen und Patienten brauchen, um das richtige Krankenhaus zu finden?

Dieses Mal war seitens der AOK die besondere Expertise und Nähe zu den Nutzer/-innen solcher Portale gefragt, die der Paritätische nicht nur durch die langjährige Unterstützung des PatientInnen-Netzwerk NRW, sondern durch die Arbeit der „Gesundheitsselbsthilfe NRW. Wittener Kreis“ und die Arbeit seiner Selbsthilfe-Kontaktstellen in NRW hat.

Die Krankenhaussuche des AOK-Gesundheitsnavigators basiert auf der Weißen Liste und zeigt neben Informationen aus den sogenannten strukturierten Qualitätsberichten die Ergebnisse regelmäßiger Befragungen von AOK-Versicherten nach einem Krankenhausaufenthalt und Daten zur Ergebnisqualität in der Krankenhausversorgung.

Günter Hölling, PatientInnen-Netzwerk NRW; Gabriele Schippers AOK Rheinland-Hamburg

Günter Hölling, PatientInnen-Netzwerk NRW; Gabriele Schippers AOK Rheinland-Hamburg

Nicht überraschend: Sowohl bei einzelnen Eingriffen, z.B. Hüftoperationen als auch bei den für den Patienten interessanten Punkten der allgemeinen Versorgungsqualität gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede in dem Angebot der Krankenhäuser – Unterschiede auf einem insgesamt hohen Versorgungsniveau.

In der Diskussion um das Informationsangebot begrüßten die Teilnehmer/-innen die Informationen, die die AOK bereitstellt. Zugleich gab es zahlreiche Anmerkungen für die Weiterentwicklung: Die internetbasierten Informationsangebote könnten sich noch stärker an den Fragestellungen der Ratsuchenden orientieren und einfacher zu bedienen sein, damit Patientinnen und Patienten mit ihren Informationswünschen nicht „stranden“. Bei manchen Unterschieden in der Sichtweise – einig waren die Teilnehmer/innen, dass die Fortsetzung dieses Austausches lohnend ist. Daher wurde eine weitere Diskussion vereinbart, in die sog. Multiplikatoren z.B. aus Selbsthilfeverbänden, Beratungsstellen und Gruppen vor Ort einbezogen werden sollen.

2009

Die schwierige Suche nach dem richtigen Arzt oder Krankenhaus: Was hilft Patientinnen und Patienten und was nutzen Krankenhausportale und Arztsuchen?

Patientinnen und Patienten wollen selbst entscheiden, wer sie behandelt. Bei der Suche nach einem guten Arzt oder einem guten Krankenhaus orientieren sich die meisten bislang an ihren bzw. an Empfehlungen aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis. Viele Patientinnen und Patienten suchen inzwischen nach zusätzlichen Informationen.

Zahlreiche Angebote zur Krankenhaus- und Arztsuche im Internet versprechen Hilfe: „Klinik-Lotse“, „Klinik-Führer“, „Weiße Liste“, „Imedo“, „Medführer“ und andere mehr.

  • Was leisten diese Angebote?
  • Wie kommen sie zu ihren Informationen?
  • Wie verlässlich sind die Angaben?
  • Und sind das die Informationen, die Patientinnen und Patienten brauchen, um eine gute Behandlung zu finden?

Welche Informationen benötigen Sie, um eine gute Entscheidung zu treffen? Und wo finden Sie diese Informationen? Diese Fragen diskutierten auf der Veranstaltung des PatientInnen-Netzwerks 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Selbsthilfe und verschiedenen Institutionen des Gesundheitswesens.

Wie suchen sich Patientinnen und Patienten einen Arzt oder ein Krankenhaus? Ein Blick in die aktuelle Studienlage. Vortrag von Prof. Max Geraedts (PDF-Datei)

 

Weiterführende Literatur:

Fachhochschule Rheinland 2004: Leitfaden zur Integrierten Versorgung aus der Praxis. Rechtliche Grundlagen, Pfaderstellung, Konzeption

Geraedts Max 2008: Qualitätsberichte deutscher Krankenhäuser aus Versichertensicht – Ergebnisse aus dem Gesundheitsmonitor der Bertelsmannstiftung. In: Klusen N, Meusch A (Hrsg.). Zukunft der Krankenhausversorgung. Qualität, Wettbewerb und neue Steuerungsansätze im DRG-System. Beiträge zum Gesundheitsmanagement. Baden-Baden: Nomos, 169-184.

Geraedts, Max 2008: Informationsbedarf und Informationssuchverhalten bei der Arztsuche. In: Böcken J, Braun B, Amhof R, Schnee M (Hrsg.). Gesundheitsmonitor 2008. Gesundheitsversorgung und Gestaltungsoptionen aus der Perspektive von Bevölkerung und Ärzten. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung, 29-47.

Geuter, Gunnar, Weber, Jan 2009: Informationsbedarf chronisch kranker Menschen bei der Krankenhauswahl – Untersucht unter besonderer Berücksichtigung des Internets, IPW P09-140

Integrierte Versorgung und Medizinische Versorgungszentren: Von der Idee zur Umsetzung. Schriftenreihe des Bundesverbandes Managed Care von Volker Eric Amelung, Klaus Meyer-Lutterloh, Elmar Schmid, und Rainer Seiler von MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsges. (Gebundene Ausgabe – August 2008)

2007

PatientInnen nach der Gesundheitsreform – mündig oder fremdgesteuert?

„Therapietreue“, „verpflichtende Vorsorge“ und „Selbstverschulden“ – ein heimlicher Paradigmenwechsel des neuen SGB V?, 7. Tagung am 31. Oktober in Dortmund

PatientInnen nach der Gesundheitsreform – „Therapietreue“, „verpflichtende Vorsorge“ und „Selbstverschulden“ (Diskussionspapier Juli 2008)

Vortrag von Judith Storf (BAG P) zu den neuen gesetzlichen Regelungen (PDF-Datei)

Tagungsunterlage mit den gesetzlichen Regelungen (PDF-Datei)

Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss zur Therapietreue (12-2007, PDF-Datei)

Begründung des Gemeinsamen Bundesausschuss zum Beschluss (12-2007, PDF-Datei)

2003

„Unabhängige Patientenberatung – Was zeichnet unsere Angebote aus?“ (Dokumentation), 3. Workshop im Rahmen des Modellprojektes „Netzwerk Patientenberatung NRW“ am 28. November 2003 in Witten

Bürgerbeteiligung in kommunalen Gesundheitskonferenzen – Zeit für ein Zwischenfazit, 1. Workshop für die VertreterInnen aus Selbsthilfe- und Patientenorganisationen in den kommunalen Gesundheitskonferenzen am 11. Juli 2003 in Dortmund

2002

„Unabhängigkeit und Neutralität in der Patientenberatung“ (Diskussionspapier), 2. Workshop im Rahmen des Modellprojektes „Netzwerk Patientenberatung NRW“ am 8. November 2002 in Witten, Überarbeitete Kurzfassung des Diskussionspapiers, Stand 20. Februar 2003 (rtf-Datei).

„Gläserne Patienten“ oder „Gläsernes Gesundheitswesen“ – Der Gesundheitspass, 6. Tagung am 7. Juni 2002 in Bielefeld:

„Die Rolle der Patientenorganisationen und der Selbsthilfe in der unabhängigen Patientenberatung“ (rtf-Datei), 1. Workshop im Rahmen des Modellprojektes „Netzwerk Patientenberatung NRW“ am 1. Februar 2002 in Wuppertal

2001

Was ist gute Medizin? Teil 2 (Diskussionspapier), 5. Tagung am 14. Dezember 2001 in Witten

Was ist gute Medizin?, 4. Tagung am 28. Juni 2001 in Witten

2000

Lokale PatientInnen-Netze und kommunale Gesundheitskonferenzen, 3. Tagung am 22. September 2000 in Witten

Wir reden mit! PatientInnen-Interessen in Nordrhein-Westfalen, 2. Tagung am 29. Februar 2000 in Witten

1999

Der Startschuss, Gründungsveranstaltung am 12. August 1999 in Witten